Douglas Preston/ Lincoln Child: Ritual

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Das geht einfach nicht. Schrecklich. Mal ganz ehrlich: Können die beiden Autoren eigentlich auch schlecht schreiben?

Seit ich vor knapp einem Monat an einem regnerischem Tag „Formula“ in der Bücherei gefunden und in einem Rutsch durchgelesen habe, bin ich der Pendergast- Reihe verfallen. Nur aus diesem Grund habe ich mir bei Weltbild „Ritual“ geholt. Denn mal ganz ehrlich, wenn man nach dem Klappentext geht, hätte das Buch seinen Weg wohl nie zu mir gefunden: Höhle des Schreckesn? Genmanipulierter Mais? Meine Skepsis war jedoch vollkommen unbegründet, denn die beiden schaffen es einfach, daraus ein wirklich gutes Buch zu machen- das nicht zwangsweise vorhersehbar ist.

Es beginnt mit einer Leiche im Maisfeld- soviel verrät auch der Klappentext. Special Agent Pendergast macht in Medicine Creek, dem Ort des Verbrechens, Urlaub, und stellt eigene Ermittlungen an. Ihm zur Seite steht leider dieses Mal nicht Proctor, auch keiner seiner alten Freunde- obwohl Wren ein paar kleinere Einzelauftritte hat- sondern ein junges Mädchen namens Corrie, eine Außenseiterin in Medicine Creek. Definitiv eine merkwürdige Kombination.

Wie gesagt: Ich fass es einfach nicht. Wie schaffen die das bloß? Ich habe bisher 7 oder 8 Bücher aus der Pendergast- Reihe gelesen, und KEIN EINZIGES ist schlecht! Zombies? Unsterbliche? Gruselkabinette? Kein Problem. Alle Themen, die scheinbar nichts (mehr) in sich birgen, sollte man diesen beiden in die Hand drücken- und heraus kommt höchstwahrscheinlich wieder ein packendes Werk. Aber zurück zu diesem hier.

Besonders toll fand ich, dass man hier mal die etwas menschlichere Seite von Pendergast zu sehen bekommt, nicht nur mehr der bleiche, alles wissende Agent ist da, sondern auch jemand mit Erinnerungen, mit Schranken. Das war ziemlich faszinierend. Gleichzeitig bieten das und seine unverwechselbare Art viele Momente, in denen man lachen muss. Das ganze Buch ist durchzogen von einem etwas eigenwilligen Humor, der nicht zuletzt auch dem jugendlichen Einfluss von Corrie zu verdanken ist. Auch der Sheriff oder die Anwohner bieten Anlass zum Schmunzeln. So stark ausgeprägt war das bisher in noch keinem anderen Buch der Reihe. Ich kann es absolut empfehlen! Auch falls man wie ich mitten drin anfangen sollte, ist das hier eine gute Idee, denn auch seine Meditationstechnik wird hier gerade für Einsteiger nachvollziehbar erklärt.

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