E.L. Doctorow- „City of God“

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Die erste Rezension. Ich habe überlegt, ob ich ein älteres Buch nehme, eines, das einen bahnbrechenden Auftakt bietet. Doch dann entschied ich mich für das Buch, was ich gerade eben, vor wenigen Minuten nur, ausgelesen habe: „City of God“.

Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht ganz, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite erinnert das Ganze an eines der Tagebücher von Kafka, es erscheint alles wirr, mal wird in der ersten Person gesprochen, mal in der dritten, dann folgen Außenbetrachtungen, Liedtexte, Interpretationen…ich muss auch gestehen, dass ich den Film nicht gesehen habe, vielleicht wäre es mir dann klarer geworden. Um diesen Absatz abzuschließen: Es ist ein verwirrendes Buch. Hat man sich aber erst einmal mit dem Gedanken angefreundet, dass es hier keine „normale“, also geradlinige Romanhandlung gibt, dann geht es voran.

Aufmerksam wurde ich durch den Titel und den Klappentext. Es hörte sich interessant an, dass einer Kirche ein Kreuz gestohlen und dieses dann auf eine Synagoge gestellt wird. Mit einem etwas anderem Stil hätte man daraus eine Menge machen können. Auch so war es eine interessante Lektüre. Schwierig war für mich, nachzuvollziehen, vom wem gerade berichtet wird oder wer eigentlich der Erzähler ist. Besonders interessant fand ich zum Beispiel die Passagen, die sich um das jüdische Ghetto drehten, darüber hätte ich gerne mehr erfahren. Der Junge, Yehoshua, und Sarah Blumenthal, sind wohl die Charaktere, die mir am ehesten in Erinnerung bleiben werden. Sie sind gut beschrieben worden, man erfährt sehr viel und kann sie sich vernünftig vorstellen.

Fazit: Ich denke, dass man dieses Buch einmal gelesen, zumindest aber überflogen haben sollte. Lesenswert ist es alleine schon wegen dem interessanten Schreibstil, weniger jedoch wegen dem, was uns das Buch vermitteln soll.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen Link zu dem Kinotrailer setzen, aber dieser Trailer hat augenscheinlich nichts mit dem Buch zu tun…Oder doch?

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