Aldous Huxley- Schöne neue Welt

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Nach „1984“ und „Oryx und Crake“ mein nächster utopischer Roman. Er weist auch interessante Parlellen auf.

Eine Welt, wie sie erschreckender und zugleich auch realer nicht sein könnte. Menschen werden nicht mehr geboren- Eltern, Geburt oder Mutter sind Unwörter-, sondern erschaffen. Aber nicht einfach so, sie werden in verschiedene Kasten hineingeschaffe und entsprechend ausgebildet. Höhere Kasten erhalten wesentlich mehr Bildung als die untere, die lediglich arbeiten muss. Allen wird eingetrichtert, dass sie glücklich sind. Wenn nicht, gibt es eine speziell entwickelte Droge, vollkommen legal natürlich, die dem Abhilfe schafft.Die Menschen sehen alle perfekt aus, es gibt keine Kriege, keine Not, kein gar nichts.

Die Gesellschaft ist irritiert, als Sigmund Marx, der sowieso unzufriedener ist als der Rest, aus einem Wildreservat John Savage mitbringt. Denn dieser wurde geboren, von einer richtigen Mutter. Und trotzdem wagt er es, die Sprache der erschaffenen Menschen beherrschen zu können. Wie ist das möglich?

Wieder ein Buch, das auf meinen beiden Listen steht. Und wieder einmal kann ich nur sagen: Großartig. Es war sogar noch besser als „1984“, und das heißt bei mir was, denn ich vergöttere Orwell seit „Die Farm der Tiere“. Aber „Schöne neue Welt“ ist wirklich gut. Besonders toll fand ich natürlich die vielen Anspielungen, schon alleine in dem Namen Sigmund Marx zu sehen. Auch interessant bzw. kreativ war die Zeitrechnung „nach Ford“. Ganz genau, nach dem Autoherstellter Ford. Das ist ein Aspekt, über den ich noch ein wenig mehr herausfinden möchte: Warum ausgerechnet Ford? Wieso nicht irgendein anderer Konzern? Aber dazu später vielleicht mehr, sofern ich was finde und es auch nicht vergesse. Davon abgesehen war überall ein gesunder Hauch von Sarkasmus zu spüren, was ich natürlich sehr schätze. Immerhin bin ich ein großer Fan von Sarkasmus und Ironie ^^.

Definitiv ein Buch, dass ich empfehlen kann. Wer Orwell oder Atwood gerne liest, der wird auch hier neuen Stoff zum Nachdenken finden. Vom Umfang her lässt es sich recht schnell lesen und vor allem auch überall hin mitnehmen, auch wenn ich dazu rate, es an einem Stück zu verschlingen und dann sacken zu lassen 😉 .

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