Douglas Preston/ Lincoln Child: Darkness

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Die Cover werden besser, oder nicht? Es schreit nicht mehr so nach billigem Thriller, sondern nach etwas Düsterem. Angemessen!

Nach den Ereignissen aus „Maniac“ und den Begegnungen mit seinem Bruder zieht sich Pendergast zusammen mit seinem Mündel zurück. Er kehrt in das tibetische Kloster ein, in dem er auch seine besondere Meditationstechnik gelernt hat. Hier erfährt man also endlich mehr! Das hat mich schon die ganze Zeit fasziniert…

Die Mönche haben jedoch ein Problem: Ihnen wurde eine wichtige Reliquie gestohlen, etwas, das mit dem Ende der Welt zu tun hat. Also machen sich der Special Agent und Constance auf dem Weg, dieses Relikt wieder zu finden. Wie man an dem Cover erkennen kann, führt diese Suche sie auf ein Schiff, die „Britannia“. Der Dieb befindet sich dort, und bald nimmt eine merkwürdige Todesserie seinen Lauf.

Wirklich klasse fand ich, dass man hier mehr über die Meditationstechnik von Pendergast erfährt, denn das war etwas, was mich seit dem ersten Buch faszinierte, worüber ich aber kaum Informationen hatte. Ich übe mich selber in Zen und Meditation und war deswegen doppelt begeistert, zumal das Ganze auch in einem (geheimen) tibetischen Kloster stattfand und sich dieses Thema auch durch das ganze Buch zog. Sehr spannend gewählt war auch der Schauplat, seit einem frühen Kinderbuch über die Titanic habe ich wohl nichts mehr gelesen, das so viel auf einem Schiff spielt.

Obwohl der Agent hier mal wieder zur Höchstform aufläuft und die Spuren gewissenhaft verfolgt, lassen die Autoren ihn auch an seine Grenzen kommen. Es ist realistisch, dass es aus der Situation gegen Ende des Buches keine plötzliche Erleuchtung gibt, kein Kaninchen, das aus dem Hut gezaubert wird. Wie Pendergast die Situation bewältigt, war zwar nicht zwangsweise überraschend, aber trotzdem faszinierend. Die Idee, die hinter dem Gegenstand aus dem Kloster steckt, fand ich auch nicht vollkommen weltfremd, es war mal eine nette Abwechslung.

Amüsant war Pendergasts Auftritt im Casino, genauso wie hinterher sein Vorschlag, diese Taktik auch Constance beizubringen. Da musste ich schon ziemlich schmunzeln.

Mangelhaft aufgeklärt dagegen wurde die Sache mit dem Geist, da hätte man ruhig etwas mehr erzählen können.

Alles in allem bleibt jedoch zu sagen, dass sich das Duo auch hier wieder mächtig ins Zeug gelegt hat und ein gutes Buch entstanden ist, ein würdiger Titel in der Pendergast- Reihe.

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