Douglas Preston, Lincoln Child: Relikt

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Damit hätten wir auch den ersten Band der Pendergast- Reihe!

Kurz vor der neuen Ausstelungseröffnung „Aberglaube“ geschehen seltsame Morde im Museum. Sie sind brutal, wild und vor allem merkwürdig, denn jedem Opfer fehlt der Hippothalamus. Schon bald ist das Museum überfordert, und Special Agent Pendergast wird gerufen. Er beginnt mit seinen Ermittlungen, glaubt jedoch zuerst an einen ganz normalen Serienmörder. Dieser scheint kein „Ritual“ zu verfolgen, handelt nicht immer nach dem selben Muster. Womit also hat er es hier zu tun?

Eine Warnung direkt als Erstes: Seht euch auf gar keinen Fall den Film an! Hier ein kurzer Trailer. Ich habeihn selbst vor Jahren gesehen und unter anderem auch deswegen einen großen Bogen um diese Reihe gemacht. Er gibt zwar auf den ersten Blick einiges vom Buch wieder, aber Pendergast kommt da auch gar nicht drin vor, wenn ich mich richtig erinnere…

In diesem Buch lernen wir zum ersten Mal ein paar Charaktere kennen: Margo Green, Smithback, D´Agosta, Coffey, Slade, Pendergast… sie alle werden uns mehr oder weniger erfolgreich vorgestellt. Als Einführung gelingt das ganz gut, denn es ist und bleibt ja nun einmal das allererste Buch. Erst erscheint es einem alles nur mäßig spannend und überzeugend, eher ein wenig flach und so dahingeschrieben. Das ist auch hier der Fall. Man hat den Eindruck, dass Preston und Child sich noch nicht ganz sicher bei den Charakteren und der Umsetzung waren, dass sie noch ein wenig experimentierten.

Man hat hier zwar die bewährte Struktur: Morde, Pendergast, Ermittlung, Mysterium, Auflösung, Erklärung- aber es wirkt noch wie in den Kinderschuhen. Zwischendurch war ich beispielsweise immer wieder froh, dass vom Leistungskurz Biologie noch einiges hängengeblieben ist, etwa wenn man eine Abfolge von Basen in dem Buch sieht oder gegen Ende, wenn aus einem Kaninchen noch einmal Serum gewonnen wird (hier eine Erklärung für Neugierige 😉)Da hätte ich mir noch etwas mehr Erklärung gewünscht. An sich war die Auflösung natürlich sehr interessant und auch relativ nachvollziehbar. Man merkt aber daran auch, von welchem Jahr das Buch ungefähr stammt, denn vieles, was darin erwähnt wurde, ist mittlerweile überholt.
Als Fazit lässt sich sagen, dass „Relikt“ wohl nur etwas für wirkliche Fans ist. Als Einstiegswerk würde ich es nicht empfehlen, und hätte ich es zuerst gelesen, so wäre die Reihe damit wohl für mich auch direkt beendet gewesen. Nichtdestotrotz erfährt man hier viele interessante Dinge, wie etwa Informationen über Pendergasts Frau.

Bei amzon bestellen oder ansehen: Relic. Museum der Angst

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