Douglas Preston/ Lincoln Child: Burn Case

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Der Kunstkritiker Grove wird tot aufgefunden, von innen heraus verbrannt. Ganz in seiner Nähe befindet sich ein eingebrannter Hufabdruck. Hat sich der Teufel seine Seele geholt?

Special Agent Pendergast nimmt zusammen mit D´Agosta die Ermittlungen auf.

Bevor ich wirklich beginne, möchte ich D´Agosta auf Seite 506 einmal frei zitieren (hab vergessen, mir das aufzuschreiben…):

„Ungeheuerlich! Absolut unglaublich!“

Und das ist es wirklich. Zum ersten Mal bin ich wirklich enttäuscht.

Auf den ersten Seiten war es noch ganz vielversprechend, Pendergast im Surfer- Look mit Shorts und Hawaii- Hemd darf man einfach nicht verpassen. Auch das Thema, menschliche spontane Selbstenzündung fasziniert mich schon seit den Gruselbus- Büchern um Valentina.

Aber alle Erwartungen wurden enttäuscht. Zwar gab es einige lohnende Szenen, wie das erste Auftreten von Viola Maskelene. Auch Diogenes wurde erwähnt, und die Freundschaft zwischen Pendergast und D´Agosta wird vertieft. Insgesamt verteilt sich dies jedoch nicht sehr sinnvoll auf den fast 620 Seiten.

„Burn Case“ wirkt wie ein Lückenfüller, ein typischer Nachfolgeband. Über den zweiten Pendergast- Fall sind wir hedoch schon lange hinweg. Und was sich die Autoren hier teilweise aus den Fingern saugen, lässt sogar mich, als selbsternannten Fan, den Kopf schütteln. Es wirkt wie dieses Beispiel von den früheren Serien: Der Held sitzt in einem lichterloh brennendem Flugzeug. Was nun? Die Auflösung folgt in der nächsten Woche, natürlich bangen alle mit. In der nächsten Szene findet der Held einen einwandfrei funktionierenden Fallschirm und kann sich retten.

Unrealistisch? Ganz genau. Normalerweise waren es neben den Charakteren stets die Logik und dieser Hauch von etwas Mysteriösem, was mich immer wieder zu dieser Reihe greifen ließ. Ohne zu viel zu verraten, möchte ich diejenigen, die „Burn Case“ bereits gelesen haben, nur an die Szene mit den Gruben erinnern oder an das, was Pendergast gegen Ende widerfährt.

Oder um das oben genannte Bild mit dem Flugzeug auf dieses Buch zu übertragen: Pendergast findet nicht nur den Fallschirm, sondern ein „Flugzeug- Rettungskit“, mit dem er in der Luft und taumelnd, brennend, das ganze Flugzeug wieder komplett reparieren und sicher landen kann.

Man muss vielleicht noch kurz Folgendes hinzufügen: Es ist durchaus spürbar, dass „Burn Case“ der Auftakt zu etwas Größerem werden sollte- in diesem Fall der „Diogenes- Trilogie“. Aber Preston und Child haben sich um diesen Auftakt herum nicht die geringste Mühe gegeben, da habe ich wahrlich schon Besseres von ihnen gelesen.

Fazit: Zum ersten Mal vergebe ich hiermit Punkte: 2/5

Ignoriert diesen Teilband einfach. Merkt euch Viola Maskelene, diesen Namen und die dazugehörige Szene. Das reicht vollkommen aus. Das Buch wird somit allerdings auf grobe 12 Seiten reduziert.

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