David Wellington- Nation der Untoten

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Eine junge Frau wacht auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Doch ihr Körper ist blutüberströmt, an ihrem Hals befindet sich eine Wunde- und sie hat keinen Puls mehr. Sie ist nicht die Einzige Untote, es breitet sich aus wie eine Epidemie. Aber sie ist anders als die hirnlosen Zombies, welche die USA unsicher machen. Sie will herausfinden, was es mit dieser Seuche auf sich hat, woher sie kommt. Was das für eine Stimme in ihrem Kopf ist.

Okay, zwischendurch denkt man sich: Ihgitt.
Direkt darauf: Aber irgendwie auch cool.
Das ist kein Buch, in dem es um hirnloses Gemetzel geht, hier fliegen nicht total sinnlos Körperteile durch die Luft oder wird an Gehirnen gesaugt, niemand injiziert sich etwas, wird groß, rot und praktisch unbesiegbar oder kann an Wänden hochklettern. Sicher, auch hier gibt es Tote, nicht zu knapp, nach und nach werden die amerikanischen Staaten ausgerottet. Anders ist hier jedoch, dass wir einen Zombie selbst begleiten, nämlich die Protagonistin Nilla. Durch den Erzähler erfahren wir, wie es ist, als Zombie aufzuwachen, als Untote. Dass man seinen Körper nicht richtig bewegen kann, hier und da Leichenflecke auftauchen. Dass man diesen unbezähmbaren Hunger spürt. Immerhin ist es kein hirnloser Zombie, den wir begleiten müssen, Nilla ist durchaus noch in der Lage, zu denken und zu handeln. Die Gründe dafür erfährt der Leser im Verlauf des Buches. Es ist aber definitiv eine sehr interessante Art, einen Zombie- Roman zu gestalten. Ich mag die Resident Evil Reihe, also Spiele, Filme, Bücher… dieses hier ist anders, originell anders. Und gut.

An einigen Stellen ist es aber tatsächlich ziemlich abgedreht. Unsichtbarkeit? Ein wenig überzogen. Die Erklärung gegen Ende, was letztlich der Auslöser für die Epidemie war, hätte auch einiges mehr an Erklärung gefordert. Dank eines lange zurückliegenden Referates konnte ich mir noch einen gewissen Reim darauf machen, aber mehr auch nicht. Ein Tipp für Interessierte: Rupert Sheldrake behandelt das entsprechende Thema kurz in „Der siebte Sinn der Tiere“. Mehr will ich aber nicht verraten, sonst ist das Ende von „Nation der Untoten“ offensichtlich.

Im Übrigen ist es gar kein richtiges Ende, die Geschichte um die Untoten geht noch weiter. Bei „Nation der Untoten“ soll es sich um die Vorgeschichte zu „Stadt der Untoten“ handeln, deswegen habe ich dieses hier zuerst gelesen. Ob das wirklich sinnvoll war, werde ich euch bei der Rezi zu der Stadt mitteilen.

FAZIT: 3/5
Auch wenn mir definitiv die Action- Einlagen und Milla Jovovich fehlten, so ist es doch ein interessantes Buch. Es lohnt sich, hier mal reinzuschauen.

Reihe: Monster Island Band 2
Originaltitel: Monster Nation- A Zombie Novel
Deutsche Erstausgabe: März 2009
Verlag: Piper

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