Cornelius Lange/ Fabian Lange- Keine Angst vor Wein

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Es wird aufgeräumt im Weinlager!

So könnte auch der Untertitel des Buches heißen. Stattdessen steht dort: „Die ultimativen Insidertipps für Ein-, Um- und Aussteiger. “ Als ultimativ würde ich das Buch nicht bezeichnen, aber dazu später.

Wie ich dazu komme, ein Weinbuch zu lesen? Aus verschiedenen Gründen. In diesem Fall war es Zufall: Ich erschien zu Früh zur Arbeit und hing in unserer Weinabteilung rum, bei der ich ja auch indirekt beschäftigt bin- „meine“ normalen Getränke und der Wein gehören dort zusammen. Und da, bei uns auf dem Tresen, lag dieses Buch. Als Buchjunkie mit zu viel Zeit habe ich natürlich spontan angefangen zu lesen- und konnte kaum aufhören. Besonders der Anfang ist klasse geschrieben, ich musste oft lachen und fand mich in den Beschreibungen durchaus wieder. Der Preis war mir allerdings zu hoch, deswegen habe ich es mir nicht gekauft. Wochen später fand ich es in der Stadtbücherei, las es und nun folgt die Rezension.

Die beiden Autoren beschreiben hier im recht lockerem Ton die Welt des Weins. Dabei beginnen sie mit ihren eigenen Erfahrungen, dem Studentenleben, den Discountern, Spontankäufen…es ist wirklich lustig beschrieben und angenehm zu lesen.

Das war natürlich nicht alles. So erfährt der Leser etwas über den Weinanbau, die Lagerung, Gebiete, Rebsorten, gute Weinhändler von schlechten zu unterscheiden, was Palettenweine sind und warum man Korken abschaffen sollte. Als Neuling erfährt man viele Infos, die einen nur stellenweise leicht erschlagen. Man sollte es also nicht bei diesem einem Buch belassen, sondern tiefer in die Materie einsteigen- wenn man sich wirklich mit der Welt des Weines befassen will. Als Einstieg ist es aber gut zu empfehlen.

Im gleichen Maße wundere ich mich, ob es für etwas erfahrenere Leser wirklich gut geeignet ist. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, soviel ist klar. Ich für meinen Teil kann sagen, dass mir das Buch als Einstieg sehr gut gefallen hat. Zumindest fühle ich mich etwas weniger hilflos als vorher, und werde mir am Wochenende eine schöne Flasche Wein gönnen, das steht fest.

Neben den Fakten und den Berichten wird das Buch abgerundet durch einige Übungen, die den Leser der Weinwelt näherbringen sollen. Das reicht von „Lassen sie sich beraten“ über „Kaufen sie mehrere Flaschen des gleichen Weins und öffnen sie jedes Jahr eine“ bis „Besuchen sie einen Winzer“. Teilweise muss man auch hier schmunzeln, etwa „Geben sie es auf, sie sind Biertrinker!“.

Meiner Meinung nach gut für Neulinge geeignet, die wirklich Wein kennenlernen wollen und nicht gegen einen jugendlichen, experimentellen Stil haben. Vergeblich sucht man hier Toplisten oder Ähnliches.

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