Ian McEwan- Abbitte

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Wieder ein Gilmore- Buch! So wie ich das sehe, wird das vorwiegend der Fall sein. Aber da auf der Liste viele Klassiker stehen, kann ich damit gut leben. Will gar nicht wissen, wie viele Bücher ich noch lesen „muss“. Zumal die Liste nichtmal vollständig ist, werde sie wohl noch ergänzen. Denn bei amazon haben sie die komplette Serie für 60 Euro im Angebot, mein Finger zuckt schon^^ Mit dem gucken wird dann auch die Liste aktualisiert, so fehlen z.B. Daisy Miller und Thukydides, Die Straße…

Doch erste einmal kümmern wir uns um den guten McEwan!

Englischer Titel: Atonement

Verfilmt: Unter anderem mit Keira Knightley und James McAvoy

Gefunden durch: Natürlich die Rory- Liste

Inhalt:

England, kurz nach dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg. Die 15- Jährige Briony hält sich für sehr erwachsen, als sie sieht, wie um sie herum unerklärliche Dinge geschehen. Man nähert sich ihrer größeren Schwester ungebührlich, benutzt ein irritierendes Wort. Als dann nachts ihr weinende Kusine mit einer bestürzenden Geschichte gefunden wird, ist die Sache für Briony klar. Sie weiß genau, wer der Täter ist. Oder glaubt sie es nur zu wissen? Mit ihrer Aussage setzt sie nicht nur bestimmte Dinge in Gang, sondern zerstört auch das ein oder andere Leben.

Meine Meinung:

Lese das Buch jetzt zum zweiten Mal. Es hat mir schon beim ersten Lesen gefallen, überraschend viel (eigentlich alles) ist auch hängengeblieben.

Am Anfang konnte ich Briony überhaupt nicht ausstehen, sie wurde laufend überheblicher und unausstehlicher, doch im Laufe des Buches macht sie eine beträchtliche Entwicklung durch. Sie hat ihre ganz eigene Art, mit dem Geschehen fertig zu werden, zumal mitten drin auch noch der Krieg ausbricht. Das es nicht plötzlich zu einem heile- Welt- Szenario kommt, ist ihr klar, dennoch arbeitet sie daran.

Es ist jedoch nicht nur Brionys Geschichte, sondern vielmehr auch die von Robbie, dem scheinbaren Täter, und Cecilia, Brionys älterer Schwester. Vorwiegend geht es um die Liebe zwischen den beiden, das Vertrauen und die Sehnsucht, die sie sich über viele Jahre bewahren. Auch sie versuche, mit den Erlebnissen und ihren Folgen umzugehen, vor allem Cecilias Reaktion finde ich interessant. Voraussehbar und erwartet, aber nichtdestotrotz interessant.

Insgesamt ein Buch, indem das Thema „Abbitte“ auf verschiedene Weise von den Charakteren begangen wird. Nicht nur von denen, die sie leisten müssen, sondern auch derjenigen, die sie gewähren sollen. Diese Handlungsstränge und Charaktere sind klar geschildert und in einer Sprache, die sowohl kühl, als auch gleichzeitig bewegend ist, eine faszinierende Mischung. Man wird weggerissen von poetischen Beschreibungen, um kurz darauf einen Augenblick mit nur wenigen Worten auf den Punkt gebracht zu bekommen.

Warum ich das Buch empfehlen kann:

Wegen den Charakteren, die eine eigene Stimme besitzen und sich realistisch mit sich selbst beschäftigen, die einen Weg suchen, mit sich ins Reine zu kommen, selbst wenn das unmöglich erscheint. Das Geschehen, das Buch verlangt vom Leser, sich eine Meinung zu bilden: Will man die Abbitte gewähren- oder nicht?

Habe Lust, den Film nochmal zu sehen. Im Gegensatz zum Buch fand ich den nicht so toll, aber man weiß ja nie^^

Habt ihr das Buch gelesen, bzw. den Film gesehen? Würde euch der Inhalt interessieren? Oder habt ihr schon was anderes von McEwan gelesen? „Der Zementgarten“ war auch nicht schlecht…

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