Charles Dickens- Große Erwartungen

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So, es geht endlich weiter hier! Bin nun mit „Große Erwartungen“ fertig, so langsam kehrt meine Leselust auch wieder zurück. Vielleicht lag es doch nur an dem Buch, oder daran, dass viel zu tun war…wir werden sehen!

Englischer Titel: Great Expectations

Gefunden durch: Die Rory- Gilmore Liste. Wobei Charles Dickens auch so ein Klassiker schlechthin ist^^

Inhalt:
Der Waisenjunge Pip wird von seiner Schwester und ihrem Mann aufgezogen, in ärmlichen und kinderunfreundlichen Verhältnissen. Verschiedene Begegnungen führen jedoch zu einem kleinen Wunder: Pip erhält plötzlich Aussicht auf ein großes Vermögen und soll nach London gehen, um dort wie ein Gentleman erzogen zu werden. Die Bedingung: Pip darf nie nach seinem Gönner fragen, da dieser eines Tages persönlich in Erscheinung treten will. So machst sich Pip auf den Weg nach London, trifft dort allerhand merkwürdige Gestalten, erlebt Abenteuer und versucht, seinen und jedermanns großen Erwartungen an ihn selbst gerecht zu werden.

Meine Meiung:

Am Anfang war das Buch ganz nett, es wird schön geschildert, wie Pip sich auf dem Friedhof aufhält, auch alles nachfolgende ist realitätsnah und sehr kindbezogen geschrieben. Wie bei den anderen großen Dickens- Romanen steht auch hier wieder ein Kind im Vordergrund, so dass auch seine Weltsicht eine große Rolle spielt. Das trägt erheblich zum Zauber des Buches bei.

Danach verlor es sich für mich allerdings langsam. Klar, es ist immer noch toll geschrieben, und ich kann gar nicht genug über London dieser Zeit lesen, aber sehr spannend oder kreativ ist es nicht. Im Prinzip war schon klar, wer Pips geheimnisvoller Gönner ist, das kam für mich jetzt nicht sehr überraschend.

Pip selbst wurde mir im weiteren Verlauf immer unsympathischer, wo ich mich auch ein wenig zum lesen zwingen musste. Ich mag seine Entwicklung einfach überhaupt nicht, ganz egal, ob das nun Dickens reifstes Werk oder beste Arbeit sein soll. Da spielt für mich auch das Ende keine große Rolle.

Am meisten überzeugt haben mich die Nebenfiguren. Jaggers ist absolut genial und treffend dargestellt, alleine schon für ihn lohnt sich das lesen. Sein Gehilfe Wemmick, der so einmalig zwischen Arbeit und Privatleben unterscheidet, ist klasse, und Herbert einfach nur ein prima Kerl, den wohl jeder gerne zum Freund hätte.

Warum ich euch das Buch empfehlen kann:

Geht nicht mit großen Erwartungen an das Buch heran^^ Genießt lieber alles andere drumherum: London, Jaggers, Miss Havisham…das sind Dinge, die einem alles andere wieder verschönern können.

Oder habt ihr eine andere Meinung? Wer von euch hat schon „Große Erwartungen“ oder etwas anderes von Dickens gelesen? Wie fandet ihr es?

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