Eine Bremerin auf Selbstfindung

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Weiter gehts.

Jetzt gerade scheint mein Blog so eine kleine Art Tagebuch- Ersatz zu werden. Obwohl, nicht wirklich, denn meine Notizbücher schreibe ich weiterhin voll 😉 Ich denke mir einfach nur, dass es noch mehr Menschen wie mich dort draußen gibt, die einfach auf der Suche nach sich selbst sind.

Im Internet und in Büchern gibt es hunderte, wenn nicht Millionen von Anleitungen. Sie reichen vom einfachen „Finde dich selbst“ über „Tu es endlich“ bis hin zu dem bekannten „Happiness Projekt“. Alle scheinen sich aber in etwas einig zu sein: Um zu sich selbst zu finden, muss man entweder glücklich sein, oder man ist zumindest spätestens dann glücklich.  Wenn ich mal kurz selbst nachdenke, trifft das irgendwie zu. In Momenten, in denen ich wirklich glücklich war, da erfüllte das meinen ganzen Körper, pulsierte praktisch, und ich musste nicht darüber nachdenken, ob ich nun ich selbst bin oder nicht. Buddhisten würden vermutlich sagen, ich „war“ einfach. Wer weiß, vielleicht stimmt das ja auch.

Ein Problem wird das jedoch, wenn man unglücklich mit sich selbst ist. Folglich kann man weder sich selbst finden noch glücklich werden, oder? Packen wir das Problem an der Wurzel! Wenn sich alles ums glücklich sein dreht, darum, zu sich selbst zu finden, dann sollten wir das wie jeder gute Wissenschaftler definieren, eine Bestandsaufnahme machen. Sehen wir das alles, diesen Blog und meine Einträge, als eine Art Experiment. Nennen wir es das „Helden- Balance“- Projekt. Und ja, diesen Titel habe ich mir wirklich gerade ausgedacht! 😉

Erst einmal sollten wir wissen, was Glück ist.

Ehrlich gesagt, sind mir da die Hormone, Endorphine und was weiß ich nicht, recht egal. Glück bleibt doch eine subjektive Empfindung. Ein Veganer zum Beispiel ist rundum glücklich, wenn er ein tolles Essen ohne jegliches Tierleid bekommt und ohne schlechtes Gewissen schlemmen kann. Ein Omnivor (alles- Esser) dagegen ist glücklich, wenn er eine große Salami- Pizza oder ein riesiges Steak bekommt. Zwar sind dann beide wegen dem Essen glücklich, aber aus verschiedenen Sichtweisen. Demnach sollten wir uns nicht an allgemeine Definitionen von Glück halten, sondern ganz für uns selbst herausfinden, was uns glücklich macht. Bin gespannt, ob ihr was dazu in den Kommentaren schreibt, ich fange hier jedenfalls mal an 😉

Was mich glücklich und zufrieden macht

– ein gutes Essen (vorzugsweise ohne schlechtes Gewissen, in meinem Fall also vegan)

– meinen Katern zusehen (die stellen die verrücktesten Dinge an! Sogar im Schlaf!)

– joggen und danach unter die Dusche springen (ich steh auf joggen und das Gefühl, meinen inneren Schweinehund überlistet zu haben)

– Dinge erledigen (aus dem Kopf, aus dem Sinn! Dann habe ich mehr Zeit für andere Dinge)

– Lernen und die Dinge verstehen (Aha- Effekte sind etwas ganz tolles)

– finanziell unbesorgt sein zu können (also nicht immer auf den Kontostand sehen zu müssen und hin und her zu überlegen)

– Besuche meiner besten Freundin A.(die in 2 Wochen wieder hier ist! Ich freue mich schon sehr 😀 )

– wachsende Pflanzen unter meiner Obhut (es ist einfach toll, wenn man neue Knospen oder Triebe entdeckt, obwohl sich für jemanden ohne grünen Daumen hält)

– eine aufgeräumte Wohnung (dann kann ich mich besser konzentrieren)

– Sonne (dann liege ich mit allen Vieren von mir gestreckt draußen^^)

– ein gutes Buch (lese gerade wieder die „Harry Potter“- Reihe, dabei muss ich einfach ganz oft lachen)

– ein toller Film (wenn man sich nicht zwischen lachen und weinen entscheiden kann, ist das für mich meist genau richtig)

 

Hmm. Das war es so, was mir auf die Schnelle einfällt. Das sind Dinge, von denen ich denke, dass sie mich glücklich machen oder wenigstens zufrieden. Doch wie oft mache ich diese Dinge tatsächlich? Wenn ich weiß, was mich glücklich macht, warum mache ich das dann so selten und finde sogar Ausreden, um es teilweise nicht zu machen? Wie „es regnet, heute kein joggen“ oder „Ich bin gerne vegan, will jetzt aber diese Schokolade“ oder oder oder…ist das nicht bescheuert? Warum kann ich oder können wir uns nur schwer zu Dingen aufraffen, von denen wir ganz genau wissen, dass es uns damit besser geht?

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr ähnliche Gedanken? Was macht euch glücklich? Und wie oft macht ihr diese Dinge?

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