Archiv der Kategorie: Preston/ Child: Die Pendergast- Reihe

Die Pendergast- Reihenfolge

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Hier einmal zur Orientierung die Reihenfolge der Pendergast- Roman von Douglas Preston/ Lincoln Child. In den Klammern dahinter findet ihr die englischen Titel, falls jemand die Bücher im Orignial lesen möchte.

1. Relic (Relic)

2. Attic (Reliquary, hängt direkt mit Relic zusammen)

3. Formula (The Cabinet of Curiosities)

4. Ritual (Still Life with crows)

5. Burn Case ( Brimstone, Teil 1 der Diogenes- Trilogie)

6. Dark Secret (Dance of Death, Teil 2 der Diogenes -Trilogie)

7. Maniac ( The Book of the Dead, Letzter Teil der Diogenes- Trilogie)

8. Darkness

9. Cult

10. Fever (Beginn einer neuen Trilogie, manche nenne es die Helen- Trilogie)

11. Revenge (erscheint Dezember 2011, zweiter Teil der neuen Trilogie. Werde ich natürlich sofort lesen, wenn es rauskommt! 😀 )

12. Two Graves (drittes Buch der Helen- Trilogie, ist noch nicht einmal auf englisch erschienen. Aber die Autoren arbeiten dran!)

Für weitere Infos oder einfach nur Just for fun möchte ich noch auf diese Seiten hier verweisen:

Das Tagebuch von Corrie Swanson, mit einigen Hintergrundinfos, Fragen und Bildern. Bin durch Zufall drauf gestoßen und fand es sehr schön gemacht.

 Englischer Wikipedia- Eintrag mit der Zusammenfassung zu allen Charakteren und Co.

Natürlich, die Autoren- Homepage. Auch hier gibt es vieles Interessantes, unter anderem kann man sich für einen Pendergast- Newsletter eintragen. Da erfährt man dann Insider- Infos^^ Toll fand ich unter Faq auch den Abschnitt Pangea, wo die verschiedenen Andeutungen aufgelistet werden. Leider aber nicht mehr auf dem aktuellen Stand.

Update 13.10.11: Der Pendergast- Newsletter ist echt empfehlenswert! Man wird nicht zugespammt, sondern erhält so alle zwei, drei Monate eine Mail. Die hat dann Infos zu den Büchern, dem aktuellen Buch, Gewinnspiele und ähnlichem. Kann ich euch echt empfehlen!

Preston/ Child: Fever- Schatten der Vergangenheit

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Es ist da, es ist da!! Tschuldigung 😀 Jetzt geht es zur Rezension:

Fever- Ein neuer Fall für Agent Pendergast

Obwohl es schon viele Jahre zurück liegt, bekommt Agent Pendergast immer noch Alpträume. In ihnen sieht er seine Frau Helen sterben. Er kann nichts gegen diese Träume tun, wird einfach von ihnen heimgesucht. Es ist sein Geheimnis, das er niemandem verrät.

Als er eines Tages sein altes Anwesen noch einmal besucht, fällt ihm etwas auf. Und dieses kleine Detail ist es, dass ihm die Wahrheit verrät: Helen starb nicht auf Grund eines Unfalls- sie wurde ermordet.

Pendergast macht sich zusammen mit D´Agosta, deren Freundschaft auf eine Probe gestellt wird, auf die Jagd nach dem Mörder. Dabei erfährt vor allem D´Agosta sehr viel über seinen Freund, über sein Leben hinter der Fassade als Agent. Pendergast selbst erfährt Dinge über seine Frau, bei denen man sich nicht sicher ist, ob er sie wirklich erfahren wollte. Alle Spuren führen zu einem geheimnisvollen, verschwundenem Bild, dass der Maler John James Audubon gemalt haben soll. Was hat Helens Tod mit diesem Bild zu tun? War es wirklich Zufall, dass Pendergasts Familie viele Bilder dieses Malers besitzt? Und wer ist der geheimnisvolle Mann, der ihn und D´Agosta immer einen Schritt voraus zu schein scheint?

„Fever“ ist der Auftakt zu einer neuen Triologie- das ist einerseits klasse, weil es bedeutet, dass bald noch mehr Lesestoff über Agent Pendergast folgt- andererseits heißt es aber auch, dass hier nicht alle Geheimnisse gelöst werden. Es ist wie bei dem Anfang der Diogenes- Trilogie, das Buch braucht ein wenig, um einen in seinem Bann zu ziehen, zieht sich ein wenig.

Bevor das jetzt abschreckend klingt: Ich kann euch wirklich nur empfehlen, das Buch zu lesen. Wieso? Weil es ein wenig wie bei „Ritual“ ist: Man lernt Pendergast hier von einer völlig neuen Seite kennen, er ist nicht mehr nur der allseits beherrschte und immer optimistische Pendergast, sondern zwischendurch muss er sich wirklich zusammenreißen, wieder aufrappeln. Seinen Freunden D´Agosta und Laura kommen dabei einen besonderen Stellenwert. Selbst Constanze scheint mehr Dinge zu wissen, als sie zugibt, bringt sich dabei selbst in Gefahr.

Also mein Fazit: Lesen! Ich bin selbst ein großer Fan der Pendergast- Reihe und erwarte mit Spannung das nächste Buch.

Mein Dank geht an den Droemer- Knaur Verlag für dieses hervorragende Rezensionsexemplar!

Douglas Preston/ Lincoln Child: Burn Case

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Der Kunstkritiker Grove wird tot aufgefunden, von innen heraus verbrannt. Ganz in seiner Nähe befindet sich ein eingebrannter Hufabdruck. Hat sich der Teufel seine Seele geholt?

Special Agent Pendergast nimmt zusammen mit D´Agosta die Ermittlungen auf.

Bevor ich wirklich beginne, möchte ich D´Agosta auf Seite 506 einmal frei zitieren (hab vergessen, mir das aufzuschreiben…):

„Ungeheuerlich! Absolut unglaublich!“

Und das ist es wirklich. Zum ersten Mal bin ich wirklich enttäuscht.

Auf den ersten Seiten war es noch ganz vielversprechend, Pendergast im Surfer- Look mit Shorts und Hawaii- Hemd darf man einfach nicht verpassen. Auch das Thema, menschliche spontane Selbstenzündung fasziniert mich schon seit den Gruselbus- Büchern um Valentina.

Aber alle Erwartungen wurden enttäuscht. Zwar gab es einige lohnende Szenen, wie das erste Auftreten von Viola Maskelene. Auch Diogenes wurde erwähnt, und die Freundschaft zwischen Pendergast und D´Agosta wird vertieft. Insgesamt verteilt sich dies jedoch nicht sehr sinnvoll auf den fast 620 Seiten.

„Burn Case“ wirkt wie ein Lückenfüller, ein typischer Nachfolgeband. Über den zweiten Pendergast- Fall sind wir hedoch schon lange hinweg. Und was sich die Autoren hier teilweise aus den Fingern saugen, lässt sogar mich, als selbsternannten Fan, den Kopf schütteln. Es wirkt wie dieses Beispiel von den früheren Serien: Der Held sitzt in einem lichterloh brennendem Flugzeug. Was nun? Die Auflösung folgt in der nächsten Woche, natürlich bangen alle mit. In der nächsten Szene findet der Held einen einwandfrei funktionierenden Fallschirm und kann sich retten.

Unrealistisch? Ganz genau. Normalerweise waren es neben den Charakteren stets die Logik und dieser Hauch von etwas Mysteriösem, was mich immer wieder zu dieser Reihe greifen ließ. Ohne zu viel zu verraten, möchte ich diejenigen, die „Burn Case“ bereits gelesen haben, nur an die Szene mit den Gruben erinnern oder an das, was Pendergast gegen Ende widerfährt.

Oder um das oben genannte Bild mit dem Flugzeug auf dieses Buch zu übertragen: Pendergast findet nicht nur den Fallschirm, sondern ein „Flugzeug- Rettungskit“, mit dem er in der Luft und taumelnd, brennend, das ganze Flugzeug wieder komplett reparieren und sicher landen kann.

Man muss vielleicht noch kurz Folgendes hinzufügen: Es ist durchaus spürbar, dass „Burn Case“ der Auftakt zu etwas Größerem werden sollte- in diesem Fall der „Diogenes- Trilogie“. Aber Preston und Child haben sich um diesen Auftakt herum nicht die geringste Mühe gegeben, da habe ich wahrlich schon Besseres von ihnen gelesen.

Fazit: Zum ersten Mal vergebe ich hiermit Punkte: 2/5

Ignoriert diesen Teilband einfach. Merkt euch Viola Maskelene, diesen Namen und die dazugehörige Szene. Das reicht vollkommen aus. Das Buch wird somit allerdings auf grobe 12 Seiten reduziert.

Bei Amazon ansehen oder kaufen: Burn Case: Geruch des Teufels

Douglas Preston, Lincoln Child: Relikt

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Damit hätten wir auch den ersten Band der Pendergast- Reihe!

Kurz vor der neuen Ausstelungseröffnung „Aberglaube“ geschehen seltsame Morde im Museum. Sie sind brutal, wild und vor allem merkwürdig, denn jedem Opfer fehlt der Hippothalamus. Schon bald ist das Museum überfordert, und Special Agent Pendergast wird gerufen. Er beginnt mit seinen Ermittlungen, glaubt jedoch zuerst an einen ganz normalen Serienmörder. Dieser scheint kein „Ritual“ zu verfolgen, handelt nicht immer nach dem selben Muster. Womit also hat er es hier zu tun?

Eine Warnung direkt als Erstes: Seht euch auf gar keinen Fall den Film an! Hier ein kurzer Trailer. Ich habeihn selbst vor Jahren gesehen und unter anderem auch deswegen einen großen Bogen um diese Reihe gemacht. Er gibt zwar auf den ersten Blick einiges vom Buch wieder, aber Pendergast kommt da auch gar nicht drin vor, wenn ich mich richtig erinnere…

In diesem Buch lernen wir zum ersten Mal ein paar Charaktere kennen: Margo Green, Smithback, D´Agosta, Coffey, Slade, Pendergast… sie alle werden uns mehr oder weniger erfolgreich vorgestellt. Als Einführung gelingt das ganz gut, denn es ist und bleibt ja nun einmal das allererste Buch. Erst erscheint es einem alles nur mäßig spannend und überzeugend, eher ein wenig flach und so dahingeschrieben. Das ist auch hier der Fall. Man hat den Eindruck, dass Preston und Child sich noch nicht ganz sicher bei den Charakteren und der Umsetzung waren, dass sie noch ein wenig experimentierten.

Man hat hier zwar die bewährte Struktur: Morde, Pendergast, Ermittlung, Mysterium, Auflösung, Erklärung- aber es wirkt noch wie in den Kinderschuhen. Zwischendurch war ich beispielsweise immer wieder froh, dass vom Leistungskurz Biologie noch einiges hängengeblieben ist, etwa wenn man eine Abfolge von Basen in dem Buch sieht oder gegen Ende, wenn aus einem Kaninchen noch einmal Serum gewonnen wird (hier eine Erklärung für Neugierige 😉)Da hätte ich mir noch etwas mehr Erklärung gewünscht. An sich war die Auflösung natürlich sehr interessant und auch relativ nachvollziehbar. Man merkt aber daran auch, von welchem Jahr das Buch ungefähr stammt, denn vieles, was darin erwähnt wurde, ist mittlerweile überholt.
Als Fazit lässt sich sagen, dass „Relikt“ wohl nur etwas für wirkliche Fans ist. Als Einstiegswerk würde ich es nicht empfehlen, und hätte ich es zuerst gelesen, so wäre die Reihe damit wohl für mich auch direkt beendet gewesen. Nichtdestotrotz erfährt man hier viele interessante Dinge, wie etwa Informationen über Pendergasts Frau.

Bei amzon bestellen oder ansehen: Relic. Museum der Angst

Douglas Preston/ Lincoln Child: Cult

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Bevor „Fever Dream“ erscheint, der erstmals letzte deutsche Pendergast.

Bill Smithback, ein guter Freund von Pendergast und Journalist, der auch aus anderen Werken der beiden Autoren bekannt ist, wird getötet. Der Angreifer kann als Nachbar identifiziert werden, zahlreiche Zeugen und eine Kamera haben alles gesehen- nur hat dieser Nachbar dummerweise vor wenigen Wochen Selbstmord begangen.

Zombies? Sekte? Alles ausgelutschte Themen- möchte man meinen. Doch gibt man eine Prise Pendergast hinzu, mal wieder einen Hauch Rationalismus, Logik und zu guter Letzt einen Schuss Geschichte- so wird daraus ein packender Thriller.  Ich würde ja gerne endlich schreiben, dass die beiden mich enttäuscht haben, dass sie etwas vollkommen Unsinniges zusammengebraut und versucht haben, daraus einen Bestseller zu machen- aber guten Gewissens kann ich das nicht sagen.

Wer erwartet, hier wieder eine Unmenge von Vodoo- Geschichte oder dem Glauben zu erfahren, der hat weit gefehlt. Es wird nur kurz angerissen, es wird einmal ein Geschäft besucht, aber das wars auch schon. Das ist definitiv ein Minuspunkt. Klar, niemand möchte in einem Thriller die Hintergrundgeschichte des Vodoo lesen, aber ein paar mehr Infos wären definitiv nett gewesen. So wird beim Leser eine gewisse Grundkenntnis vorausgesetzt, wenn auch nur grob. Dank unserer Zeit, in der Untote sowieso die Bestsellerlisten stürmen und man sich vor Büchern mit dunklen Gestalten (und jeder Menge Sex) sowieso nicht mehr retten kann, dürfte dieses Wissen in den meisten Fällen jedoch gegeben sein.

Was auch fehlte: Eine Fortsetzung von „Darkness“. Es wird kaum ein Wort über die Vorgänge verloren, schon gar nicht über das, was mit Pendergast am Ende des Buches geschehen ist. Hier hätte ich definitiv gerne eine Art Rückblick bekommen, einen Hinweis, dass die Ereignisse nicht vollkommen untergegangen sind. Spuren dürften definitiv geblieben sein, aber es wird nichts erwähnt. Was im Gegenzug natürlich absolut meine Neugier auf „Fever Dream“ bzw. „Fever“ erhöht. Wehe, auch da gibt es keine Anhaltspunkte!

Wie bereits in den Vorgängern so wird auch hier wieder ein Stück von Pendergasts Vergangenheit enthüllt, ein alter Bekannter aus seinem Leben taucht auf, lässt gewisse Dinge erahnen, wie immer aber auch vieles unausgesprochen. Trotzdem ist es ein netter Charakter (wenn ich Namen oder Ähnliches verrate, wisst ihr sofort, um wen es sich handelt. Er ist aber bisher noch nicht vorgekommen, soweit ich weiß.),  der erstaunlich farbenprächtig beschrieben ist.

Zum ersten Mal steht Pendergast jedoch nicht vollkommen im Vordergrund, stattdessen wird sein Freund d´Agosta mehr ausgebildet und kommt vor allem öfter zum Zug, als man es gewohnt ist. Das war eine nette Überraschung, den ich mag den Polizisten wirklich gern, und seine Unterhaltungen mit Pendergast sind eine Klasse für sich.

Obwohl „Cult“ in sich abgeschlossen ist und man es auch gut einfach so lesen kann, ohne die bisherigen Bücher zu kennen, würde ich es für Interessierte an der Pendergast Reihe nicht als Einstieg empfehlen. Dafür wird einfach zu viel verraten, teilweise nur kleine Details, aber sie würden die Freude und auch die Spannung an den Vorgängern herabsetzen.

Douglas Preston/ Lincoln Child: Darkness

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Die Cover werden besser, oder nicht? Es schreit nicht mehr so nach billigem Thriller, sondern nach etwas Düsterem. Angemessen!

Nach den Ereignissen aus „Maniac“ und den Begegnungen mit seinem Bruder zieht sich Pendergast zusammen mit seinem Mündel zurück. Er kehrt in das tibetische Kloster ein, in dem er auch seine besondere Meditationstechnik gelernt hat. Hier erfährt man also endlich mehr! Das hat mich schon die ganze Zeit fasziniert…

Die Mönche haben jedoch ein Problem: Ihnen wurde eine wichtige Reliquie gestohlen, etwas, das mit dem Ende der Welt zu tun hat. Also machen sich der Special Agent und Constance auf dem Weg, dieses Relikt wieder zu finden. Wie man an dem Cover erkennen kann, führt diese Suche sie auf ein Schiff, die „Britannia“. Der Dieb befindet sich dort, und bald nimmt eine merkwürdige Todesserie seinen Lauf.

Wirklich klasse fand ich, dass man hier mehr über die Meditationstechnik von Pendergast erfährt, denn das war etwas, was mich seit dem ersten Buch faszinierte, worüber ich aber kaum Informationen hatte. Ich übe mich selber in Zen und Meditation und war deswegen doppelt begeistert, zumal das Ganze auch in einem (geheimen) tibetischen Kloster stattfand und sich dieses Thema auch durch das ganze Buch zog. Sehr spannend gewählt war auch der Schauplat, seit einem frühen Kinderbuch über die Titanic habe ich wohl nichts mehr gelesen, das so viel auf einem Schiff spielt.

Obwohl der Agent hier mal wieder zur Höchstform aufläuft und die Spuren gewissenhaft verfolgt, lassen die Autoren ihn auch an seine Grenzen kommen. Es ist realistisch, dass es aus der Situation gegen Ende des Buches keine plötzliche Erleuchtung gibt, kein Kaninchen, das aus dem Hut gezaubert wird. Wie Pendergast die Situation bewältigt, war zwar nicht zwangsweise überraschend, aber trotzdem faszinierend. Die Idee, die hinter dem Gegenstand aus dem Kloster steckt, fand ich auch nicht vollkommen weltfremd, es war mal eine nette Abwechslung.

Amüsant war Pendergasts Auftritt im Casino, genauso wie hinterher sein Vorschlag, diese Taktik auch Constance beizubringen. Da musste ich schon ziemlich schmunzeln.

Mangelhaft aufgeklärt dagegen wurde die Sache mit dem Geist, da hätte man ruhig etwas mehr erzählen können.

Alles in allem bleibt jedoch zu sagen, dass sich das Duo auch hier wieder mächtig ins Zeug gelegt hat und ein gutes Buch entstanden ist, ein würdiger Titel in der Pendergast- Reihe.

Douglas Preston/ Lincoln Child: Maniac

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Die Fortsetzung von „Dark Secret“ und „Burn Case“, welche ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht gelesen hatte. Trotz Spoiler konnte ich nicht widerstehen.

Innerhalb der Pendergast Reihe sind Dark Secret, Maniac und Burn Case Teil einer Trilogie, die von den Autoren „Diogenes Trilogie“ genannt wird. Hier dreht sich das Geschehen um den Bruder von Aloysius Pendergast, nämlich eben diesem Diogenes.

Weil ich nicht warten konnte, werde ich schon viel wissen, wenn ich die anderen beiden Teile lese. Aber das macht nichts!

Dem National Museum of History wird von einem unbekannten Comte eine Geldspende zuteil, allerdings mit der Bedingung, dass sie dafür ein ganz bestimmtes ägyptisches  Grab ausstellen. Dieses Garb befindet sich in den Gewölben des Museums, eingemauert. Und natürlich hat es einen Fluch. Schon bald gibt es die ersten Toten. Der Einzige, der weitere Tote  verhindern könnte, ist Pendergast- doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt ein.

Spannend. Einfach nur spannend, ganz besonders das Ende, als es darum geht, dieses große Ereignis zu verhindern. Selten habe ich so hastig die Buchseiten umgeblättert. Nach meiner letzten Buchenttäuschung, in dem es um ein ägyptisches Grab ging („Anubis“ von Wolfgang Hohlbein), war ich etwas skeptisch. Aber es war grandios. Ich verrate jetzt hoffentlich nicht zu viel, aber es gibt da eine Szene, wo sie natürlich den Mörder suchen. Und dabei, auf diesen wenigen Seiten, lief es mir wirklich kalt den Rücken runter. Wie schaffen die das bloß? Es könnte daran liegen, dass sie zwar Dinge beschreiben, ausführlich sogar, aber es bleibt trotzdem eine ganze Menge der Fantasie überlassen. Deswegen fand ich unter anderem auch „ES“ so herrlich- schrecklich.

Wieder einmal erfährt man mehr über Pendergast. Es ist sehr interessant zu sehen, wie seine Kindheit war, wie er als Kind war, und was genau damals passiert ist. Auch diese Erinnerung ist unheimlich, aber gelungen. Die Beschreibungen lassen ein fantastisches Bild enstehen, man spürt förmlich Pendergasts Verlangen, selber endlich die Wahrheit herauszufinden, der Leser zitter mit ihm.

Das Ende, also was nach dem Museum kommt, fand ich jedoch ziemlich angehängt, ein wenig lieblos. Nicht unbedingt schlecht oder nicht nachvollziehbar, aber daraus hätte man vielleicht eher noch ein Buch machen sollen, um der Diogenes- Reihe einen würdigeren Abschluss zu verleihen. Das war etwas, was mich ein wenig enttäuschte.