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Sam Kean- Die Ordnung der Dinge

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Hach ja… eigentlich sollte ich mich viel eher daran machen, die ganzen Bücher hier in meiner Wohnung zu lesen, aber manchmal komme ich an interessanten Büchern in der Bib nicht vorbei- zumal ich auch noch die Ausrede habe, dass es mir ein wenig beim lernen hilft 😉

Inhalt:

Sam Kean hat im Laufe seines bisherigen Lebens alle möglichen Geschichten rund um die Elemente gesammelt. Ihre Herkunft, ihre Entdecker, ihre Wirkungen, Nachwirkungen, Irrtümer….es gibt Abstecher in die Biologie, Geologie, Astronomie, Quatenphysik, aber auch viele verrückte Geschichten, die Mörder- Elemente auf dem Giftkorridor, die Politik der Elemente und noch sehr vieles mehr.

Rezension:

Wow! Das erste Buch über Chemie, das ich abseits meines Selbststudiums gelesen habe. Andere naturwissenschaftliche Bücher werden hier auch noch vorgestellt, keine Sorge. Doch dieses hier? Richtig gut! Selten habe ich etwas so interessantes gelesen. Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass es viel mehr eine Liebeserklärung an die Elemente und ihr Periodensystem als ein Buch ist. Wie so viele andere stand ich als Schüler auch ratlos vor diesem Schaubild im Chemie- Unterricht, habe es nur in Ansätzen begriffen (dachte ich) und schon bald darauf vergessen. Doch dieses Buch hier hat mir in der kurzen Zeit mehr beigebracht, als vermutlich meine Lehrer wussten- oder bereit waren, ihr Wissen zu verteilen. So viel habe ich jetzt über Namen der Elemente gelernt, dieses Kauderwelsch ergibt einen Sinn, über die Entdeckungen und Irrtümer, wie sie entdeckt wurden, was man alles damit anstellen kann, welche grandiose Geschichte hinter diesen aus zwei bis drei Buchstaben bestehenden Kästchen steckt. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, mal zu lesen, selbst wenn man sich gar nicht für Chemie interessieren sollte- hier durch, durch dieses Buch, wird das Interesse mit Sicherheit geweckt. Alles ist sehr leicht verständlich, allerdings ohne den Leser für blöd zu halten, einfach nur genial erklärt. Schaut unbedingt mal rein!

Fazit:

Relativ zu Anfang vergleicht Kean das Periodensystem mit einer Burg, einem Schloss. Ich stimme ihm absolut zu. Denn mit jeder Tür, die sich öffnet, entdeckt man neue, verblüffenden Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte. Zwar habe ich mir dieses Buch nur ausgeliehen, doch es ist eines, das auf jeden Fall noch im Laufe diesen Jahres auch in meinem Regal zu finden sein wird!